Freitags-Blog: APLAWIA ganz persönlich – Natalie Ulsamer im Interview

von | Nov 24, 2023 | Freitags-Blog | 0 Kommentare

In unserer Reihe APLAWIA-Freitags-Blog plaudern wir aus dem Nähkästchen und gewähren Euch exklusive Einblicke hinter die Kulissen unseres Vereins. Wir widmen uns dem Thema Nachhaltigkeit und beschäftigen uns mit Themen und Menschen unserer Region.
Diese Mal haben wir Natalie Ulsamer im Interview. Das Gespräch führte Christian Müller.

Das is Natalie Ulsamer

Natalie ist seit 18 Jahren Teil unseres Teams. In ihrer Zeit bei uns hat sie einen großen und wichtigen Teil dazu beigetragen, dass unser Kaufhaus heute so aussieht wie unsere Kunden es kennen und lieben.

Wie Natalie zu APLAWIA kam

Christian:
Du bist auch ein APLAWIA-Urgestein und schon lange dabei. Wie kamst du zu APLAWIA und wann hast du angefangen?

Natalie:
Ich kam 2005 über die Agentur für Arbeit zu APLAWIA. Schon Anfang 2006 bekam ich einen festen Arbeitsvertrag.


Christian:
Wie hat sich dein Tätigkeitsfeld entwickelt?

Natalie:

Da ich eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau abgeschlossen habe, wurde ich direkt an der Kasse eingesetzt. Aber meine Motivation war weitaus größer.
Daher bin ich sehr froh darüber, dass ich die Möglichkeit bekam, meine Ideen und Visionen hier umzusetzen.
Ich habe die Arbeit an der Kasse umstrukturiert, konnte ein neues Kassensystem durchsetzen, Preise gestalten und zwischenzeitlich Möbellisten mit Artikelnummern einführen.
Auch wenn nicht alle meine Ideen dauerhaft umgesetzt wurden, hat sich hier dank meiner Hilfe sehr viel zum Besseren gewendet. So wurde die Warenannahme mehrmals verlagert, sodass im Kassenbereich weniger Chaos entsteht. Außerdem konnte ich viele Lagerflächen freiräumen lassen und so für mehr Verkaufsfläche sorgen.
Ein Herzensprojekt war auch die Umgestaltung unserer Galerie im 1. Stock, wo ich mich richtig austoben durfte.
APLAWIA hat sich seit 2005 stark geändert, es ist alles größer, heller und übersichtlicher geworden und ich kann mit Stolz sagen, dass ich maßgeblich dazu beigetragen habe.

Was Natalie Ulsamer heute macht und was sie motiviert

Christian:
Wie sieht dein Tätigkeitsfeld heute aus?

Natalie:
Inzwischen habe ich die Kaufhausleitung, bin also für alles verantwortlich, was im Verkaufsraum stattfindet. Dazu gehört auch der Bereich Warenannahme und Kasse.
An der Kasse arbeite ich auch heute noch, sorge hier gleichzeitig für ein schönes Ambiente und leite Helfer und Mitarbeiter an. Da ich meine Ausbildung im Bereich Textilien hatte und weil ich das auch sehr gerne mache, kümmere ich mich wann immer es geht auch um unsere Textilabteilung.

Christian:
Was motiviert dich, bei APLAWIA zu arbeiten?

Natalie:
Ich finde es gut, dass wir hier auch den Langzeitarbeitslosen einen normalen Alltag bieten können, die sonst eben schwer in den Arbeitsmarkt zu integrieren sind. Es gibt viele, denen man anmerkt, dass es ihnen wirklich gut tut, dass sie jeden Tag zur selben Zeit aufstehen, herkommen und hier ihre Aufgaben haben.
Alleine durch Gespräche mit Kunden und Kollegen kommen sie aus ihrem täglichen Trott heraus.
Traurig ist, dass es leider auch ab und zu Fälle gibt, wo dies nicht gelingt. Aber mich motivieren eben die Menschen, die hier richtig aufblühen.

Thema Nachhaltigkeit

Christian:
Wie wichtig ist dir das Thema Nachhaltigkeit?
Wie trägt deine Arbeit bei der APLAWIA dazu bei?

Natalie:
Ich finde Nachhaltigkeit zu der heutigen Zeit sehr wichtig. Gebrauchte Sachen zu kaufen wird immer mehr angenommen. Neue Dinge müssen auch immer wieder neu hergestellt werden, was Ressourcen verbraucht. Wenn wir Waren eine zweite Chance geben, handeln wir nachhaltig.
Dabei ist mir auch etwas aufgefallen: Früher war es noch ein Tabuthema, aus zweiter Hand zu kaufen. Kunden, die nicht finanziell schwach waren, glaubten sich tatsächlich stigmatisiert, wenn sie hier eingekauft haben.
Das war noch so, als ich hier angefangen habe. Heute ist es gerade bei jungen Leuten „in“, Second-Hand zu tragen und so nachhaltig zu handeln. Eine schöne Entwicklung!
Wir alle haben nur diesen einen Planeten, auf den wir leben. Auch wenn es nur Kleinigkeiten sind, wie die richtige Mülltrennung oder dass wir keine eigenen bedruckten Tüten haben, sondern gespendete wiederverwenden, ist es mir wichtig, wenigstens diese Dinge für unsere Umwelt zu machen.

Verbesserungsvorschläge

Christian:
Wo siehst du Verbesserungspotenzial?

Natalie:
Verbesserungspotenzial sehe ich im Bereich Kundengewinnung. Wir müssten noch mehr auf uns aufmerksam machen, sei es durch Mundpropaganda oder Werbung, um Laufkundschaft zu gewinnen. Ich fände es auch schön, wenn bei Aplawia der soziale Gedanke wieder mehr zur Geltung käme. Gerade in den Gründerjahren war dies sehr stark im Fokus. Wir sind jetzt sehr wirtschaftlich orientiert und ja, APLAWIA muss eben auch Umsätze machen, um dieses ganze Gebäude und den Verein erhalten zu können. Doch APLAWIA könnte sich noch mehr ehrenamtlich engagieren. Ich würde gerne zum Beispiel Obdachlosen Kleidung schenken oder an der Tafel anbieten. Oder Spielsachen für Kinder spenden. Mal ohne diesen reinen Umsatzgedanken. Einfach nur was geben! Das fände ich schön!
Vielleicht können wir so etwas tatsächlich mal als Projekt umsetzen?

Christian:
Ein schöner Schlussgedanke, vielen Dank für das Interview.

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